Wir sind nun seit mehr als einem Jahr unterwegs und stetig versuchen wir uns neues Equipment zu kaufen.

Momentan scheint es, was Videografie angeht, keine Grenzen mehr zu geben und wenn wir die finanziellen Möglichkeiten hätten, dann würden wir wahrscheinlich noch viel hochwertigeres Equipment mit uns “rumschleppen” um die Qualität unserer Videos und Fotos nochmals auf einen ganz neuen Level zu heben.

Naja, wollen und können sind immer zwei paar Schuhe und die finanziellen Grenzen sollte man nicht überschreiten. Vor allem wenn man von seinem ersparten lebt und reist.

Aber fangen wir doch einfach am Anfang unsere Equipment Geschichte an…

 

Bevor wir auf die große Reise mit unseren “Monster” starteten, ging ich zu Media Markt in Konstanz und kaufte für knapp 800 Euro die Sony 5100 mit zwei Objektiven plus die Go Pro Hero 4 Black für knapp 500 Euro. Online bestellte ich noch etwas Zusatz Equipment was während der Reise aber spurlos verschwand.

Wenn man in der Schweiz lebt und in Deutschland Waren einkauft, kann man ein Teil seiner MwSt. ausweisen. Da spart man schon den ein oder anderen Euro. Also Ausfuhrschein beim Media Markt gelöst und dann beim Zoll abstempeln lassen. Ganz einfache Geschichte.

Was man aber erwähnen sollte ist, dass wir in den ersten vier Monaten diese Kameras so gut wie nie benutzt hatten. Totaler Quatsch, wenn wir aus heutiger Sicht unsere Europa Videos anschauen. Das hätte man so viel besser machen können.  Fotografiert haben wir meistens mit Libby’s Fuji X100s. Das ist eine tolle Kamera und hat damals knapp 1000 Euro gekostet. Auf unsere Reise quer durch Europa, haben wir also immer mit dem Iphone 6 gefilmt und für die Videobearbeitung haben wir ganz einfach IMOVIE verwendet.

Wir sind damals ohne Internet los und haben meisten vor Fast Food Restaurants mit unseren Camper geparkt um das WIFI zu nutzen. Obwohl die Videos sehr kurz waren und gerade mal um die 300 MB groß, hatten wir teilweise bis zu vier, fünf Stunden gewartet bis es fertig hochgeladen war.

Das war ein Spass! 

Wir hatten damals nicht mal in Erwägung gezogen Videos kontinuierlich zu produzieren.

Dann als wir von Portugal nach Spanien unterwegs waren, hielten wir an einem China Shop an um Alarmanlagen für unseren Camper zu kaufen. Diese kleinen Alarmanlagen kosten nicht einmal 2 Euro und man klebt diese einfach an die Türen des Fahrzeuges.

Sobald man diese “scharf” stellt und jemand an der Türe wackelt, dann gehen die los.

Die Lautstärke reicht aus um einen Schreck Effekt zu erzeugen. Einmal für denjenigen der einbrechen will und natürlich als Schutzfunktion, wenn man irgendwo schläft und man sofort aufwacht, sollte etwas passieren.

Aber in diesen Shop kauften wir unser erstes zusätzliches Equipment. Einen super billigen Selfie Stick der uns wirklich eine lange Zeit sehr gute Dienste erwies.

Nachdem wir also Spanien hinter uns gelassen hatten, erreichten wir Frankreich und fuhren nach Montpellier. Libby hatte damals ein Mac Book Pro und auf einmal ging das integrierte Mousse Pad nicht mehr. Wir suchten den nächsten Apple Store auf. Dieser befindet sich im Centre Commerical Odysseum. Dort angekommen wurden wir super freundlich empfangen und obwohl es schon Abends war und man meinte das es erst morgen fertig wäre, wurde es sofort repariert, als wir meinten das wir mit dem Camper unterwegs sind und quer durch Europa reisen.

Toller Service!

Während wir im Geschäft warteten,  fiel uns etwas ins Auge. Das war der OlloClip mit zwei Objektiven. Den steckt man einfach auf die integrierte Kamera vom IPhone und hat somit ein Fish Eye Effect und kann ebenfalls den Macro Effekt erzeugen. Der Preis lag damals bei 80 Euro.

Wir haben es ein paar mal benutzt, aber auch nicht mehr. Die Halterung ist nicht wirklich gut und nun liegt es nur noch in unserem Reisekoffer rum und verstaubt.

Während wir durch England und Wales reisten, hatten wir immer wieder Probleme mit dem Mac Book und außerdem ist es nicht gerade leicht. Also wurde es Zeit für einen neuen Computer.

In Hamburg gingen wir zu Saturn.

Der grösste Elektronik Markt der Welt??? Nun, ich glaube man kann den Saturn dreimal in den Yodobashi in Tokio reinpacken.  

Wir hatten unseren Fokus auf das Mac Book Air gerichtet und der Preis war bei knapp 900 Euro. Super das mein bester Freund Sven uns für 500 Euro das Mac Book Pro abgekauft hat und wir somit nur 400 Euro ausgegeben haben.

Das waren unsere Investitionen die wir in Europa soweit getätigt haben. Nun ging es nach Japan und wir wollten einfach bessere Videos machen. Wir haben angefangen mit der Sony 5100 zu filmen. Die Kameraqualität ist wirklich super für so eine kleine Kamera. Doch wir brauchten ein neues Objektiv.

In Tokio sind wir dann auf zu Yodobashi und dieses Fachgeschäft ist enorm. In Akihabara oder auch Electric City genannt, steht dieses riesen Gebäude. Wir brauchten ein Weitwinkel Objektiv und entschieden uns für das SEL 16F28 von Sony. Der Preis dafür lag damals bei 220 Euro.

Wenn man als Tourist in Japan Waren einkauft, bekommt man direkt die MwSt. ausgewiesen.

Wenn man in Geschäften mit Kreditkarte bezahlt muss man ab und zu 3% Gebühren bezahlen. Nicht bei Yodobashi. Da wird man sogar noch belohnt. Bei Zahlung mit VISA bekommt man nochmals Geld zurück.

Zu dem Objektiv haben wir uns noch einen kleinen Jobi Stick zugelegt. Der Preis dafür lag bei 8 Euro.

Von der Bildqualität war das schon eine gute Steigerung. Man muss aber erwähnen, dass die Kamera keinen eingebauten Stabilisator hat. In Kombination mit dem IPhone 6 konnten wir richtig tolle Videos machen. Das IPhone hat einen eingebauten Stabilisator.

Ebenfalls haben wir angefangen die Software Adobe Premiere Pro CC, sowie Adobe After Effects zu benutzen. Das Paket kostet aber 20 Euro monatlich.

Jetzt hat es uns doch gepackt und wir wollten mehr. Also kam für uns nur eine neue Kamera in Frage. Sie sollte auf jeden Fall leicht sein und einfach in der Benutzung.

Das war damals die Sony A7s. Wenn man in Japan mit dem Camper unterwegs ist, hat man Zeit und wir waren sicherlich in zehn unterschiedlichen Elektronik Märkten. Die Preise für diese Kamera variierten teilweise bis zu 400 Euro Unterschied von Markt zu Markt.

In Sendai haben wir uns online, bei Yodobashi in Tokio, nochmals über den Preis informiert. Abzüglich MwSt. waren das 1900 Euro mit dem Sony 28mm F2 Objektiv.

Das war ein spitzen Preis…

wenn man bedenkt das die Kamera genau so in Deutschland noch über 3000 Euro gekostet hat.

Ein großes ABER gibt es aber schon noch. Das Menü ist komplett auf japanisch was aber für uns gar kein Problem darstellt. Einfach auf YouTube ein Video über die Benutzung schauen und die wichtigsten Fakten per Screenshot festhalten.

Da sparen wir doch gerne über 1000 Euro.

Dann sind wir zu BIC CAMERA in Sendai und der Preis war dort 2300 Euro für die Sony A7s.. Ich habe ganz freundlich gefragt, warum denn der Preis bei Yodabashi 400 günstiger ist?

Dann ging es los. Es wurde online abgeglichen, zweimal telefoniert und wenn wir die Kamera jetzt hier sofort kaufen, bekommen wir den selben Preis. Das war auch unser Ziel. Super!!

Zur Kamera haben wir ebenfalls noch  einen grösseren Jobi Stick für 20 Euro, sowie eine 64 GB San Disc für 40 Euro gekauft. Die SD Karten sind vom Preis her online unschlagbar. Also im Fachgeschäft bezahlt man richtig drauf.

Wenn man eine gute Kamera kauft, sollte man auch gutes Audio haben. Aus jetziger Sicht würden wir das so nicht mehr machen, aber damals war eben damals und wir entschieden uns für ein Hot Shoe Mikrofon. Das war das Sony XY-ST1M Stereo Mikrofon und kostete damals knapp 120 Euro. Ein neues 1 TB Hard Drive war auch nötig. Das kostete 30 Euro.

!(Ganz wichtig hier. Spart nicht am Audio. Dazu im letzten Teil dieses Blogs)!

“Puhh” das ging ganz schön ins Geld, aber mit diesen Setup ging es dann nach Bali, Taiwan und Singapore.

Zu diesem Zeitpunkt war DJI mit der neuen Osmo auf dem Markt gekommen und wir hatten uns schon des Öfteren über diese Kamera informiert. Den Anschein nach schien es sich auch um eine gute Kamera zu handeln.

Als wir damals von Taiwan aus nach Bali zurück wollten brach der Vulkan auf Bali aus und wir mussten sechs Tage warten. In dieser Zeit waren wir in Singapore und auf Batam. Am Tage vor der Abreise spazierten wir am Changi Flughafen von A nach B und da war sie. In einem Fachgeschäft wurde die OSMO verkauft.

Da wurde nicht mehr groß überlegt und wir kauften die Camera für 700 Euro.

Doch nun meine Warnung an alle Reisenden die sich gerne DJI Produkte kaufen möchten.

DJI hat keine internationale Garantie und sobald es Probleme gibt, muss man die Geräte nach Hong Kong auf eigene Kosten schicken und man muss ebenfalls für die Kosten aufkommen um die Geräte wieder an sich zurücksenden zu lassen.

Nach nicht einmal sechs Monaten ging nichts mehr. Die Kamera lief einfach nicht mehr.

Der Email Support ist relativ zügig mit antworten, dennoch interessieren sie sich nicht wirklich für den Kunden.

Nachdem wir also die Kamera nach Hong Kong, von Chiang Mai aus gesendet hatten, passierte erst einmal nichts. Nach wiederholten Email Kontakt und drei Wochen später, wurde sie schließlich repariert.

Dann kam die Email das man die Kamera nicht nach Deutschland schicken werde, sondern dort hin wo sie erworben wurde. Das war ein Schock. Die wollten die Kamera wirklich nach Singapore schicken weil sie die Kosten nach Deutschland nicht tragen wollen.

Ein Gerät produzieren was nach nicht einmal sechs Monaten den Geist aufgibt und dann alle weiteren Kosten abweisen und den Kunden im Regen stehen lassen. Knallhart, dachte ich und hab mich hingesetzt und nochmals eine Email verfasst.

Nun ist die Kamera auf dem Wege nach Deutschland und wir müssen auch keine weiteren Kosten erwarten. Glück gehabt.

Das Thema DJI ist für uns gestorben. Warum das so ist? Dazu komme ich gerne später drauf zurück, wenn es um die Phantom 3 Standard geht.

Es gibt super Gimbals die gerade auf dem Markt sind wo man seine Kamera einfach aufschrauben kann. Das wir ein nächstes Tool sein, was wir sicher bald kaufen werden.

Nachdem wir dieses Equipment gekauft hatten, ging es weiter nach Bali und dann nach Chiang Mai.

Flopkäufe hatten wir auch wenn man bedenkt das wir ein Lavalier von Boya gekauft hatten. 40 Euro und totaler Schrott oder mein PC von Asus für 300 Euro dessen Keyboard schon lange nicht mehr funktioniert. Aber sowas passiert halt.

Unser Sony Audio machte auch langsam schlapp und wir mussten uns schleunigst ein neues Mikrofon besorgen. Das Setup was wir jetzt haben ist wirklich eine ganz andere Welt.

Von Koh Phangan aus ging es dann nach Penang und die Insel ist einfach toll. Nur zum empfehlen.

Zuerst kauften wir dort ein weiteres Tool für die Osmo. Ein ausziehbarer Verlängerungsarm der knapp 50 Euro kostete.

Das ist wirklich ein sehr gutes Tool. Man kann auch seine normale Kamera  anschrauben und hat einen super Videos Effekt den man dadurch erzeugen kann.

Wir brauchten aber ein neues Mikrofon und fanden das Mikrofon Video Mic Go von Rode als eine gute Alternative.  Doch nach einer kurzen Zeit hatten wir Probleme wenn Telefone in der Nähe waren. Es hat die Frequenz aufgenommen und man hörte ständig dieses pieken.

Das Mikrofon war im Angebot und hatte um die 70 Euro gekostet.

Natürlich haben wir auch hier Kontakt mit dem Customer Service aufgenommen und unser Problem wurde damit behoben, dass man uns angeboten hat, ein neues Video Mic Pro zu bekommen.

Das liegt gerade bei der Zollabfertigung in Leipzig.

Wer gute Videos machen möchte der muss einfach hoch hinaus und braucht eine Drohne. Naja, vielleicht glaubt man das auch nur.

Also los und blind links die nächste Drohne gekauft. In Butterworth haben wir die Drohne Phantom 3 Standard von DJI bei Camzilla gekauft. Gutes Fachgechäft was fast alles hat. Bestellen geht immer.

Kosten mit Koffer 690 Euro. Das klingt gut und günstig und für ein Anfänger sicher nicht schlecht aber der Gedanke  an einer guten Drohne zu sparen war wohl doch ein RIESENFEHLER!

Wenn man sich die Videoaufnahmen anschaut, kommen einem teilweise die Tränen, wenn man die Qualität berücksichtigt.

Die Standard ist die kleinste Drohne der Phantom 3 Versionen und hat eine Wifi Verbindung. Versprochen wird eine Reichweite von 120 m Höhe und eine Reichweite von bis zu 500 Meter.

Das war am Anfang auch so. Bis die Drohne angefangen hat kein Video Signal ab einer Höhe von 20 Metern  zu senden. Wir haben es am IPad und am IPhone getestet. Kein Bild. Wenn wir fliegen, müssen wir von Anfang an alles einstellen und hoffen gute Aufnahmen zu bekommen.

Sobald sich aber das Licht verändert, haben wir keine Möglichkeit darauf zu reagieren.

Ebenfalls können wir nicht weiter als 100 Meter fliegen, weil wir nicht einschätzen können, ob nicht vielleicht irgendwann der Remote Controller komplett aussetzt und die Drohne für immer verlieren. Wir haben kein Vertrauen in die Technik dieser Drohne. Und das nach nicht einmal drei Monate nach Kauf.

Und was sagt DJI dazu? Bitte senden Sie die Drohne ebenfalls nach Hong Kong, damit wir schauen können. Natürlich auf eigene Kosten.  Bei solch einer Grösse und Gewicht sprechen wir hier von Frachtkosten von mehr als 100 Euro.

Nein Danke DJI. Nach der ersten Erfahrung und dem Theater mit der Osmo, werde ich das nicht tun und wir sind uns ziemlich sicher nie wieder ein Produkt von diesem Unternehmen zu erwerben und empfehle es auch niemanden.

Also für alle unter euch kann ich nur den Tipp geben in eine Drohne zu investieren, die etwas mehr kostet. Das fliegen ist Kinderleicht!

Lektion gelernt.

Nachdem wir also die Drohne gekauft hatten, wollten wir noch ein alternatives Objektiv für die Sony Kamera. Libby spielte schon länger mit dem Gedanken sich ein Zoom Objektiv zu leisten. Ebenfalls in Penang, kauften wir von Zeiss das Objektiv  FE 24-70 OSS für 900 Euro.

Puuh, da haben wir ne Menge Geld in Malaysia gelassen und sind zurück nach Thailand.

 

Wir hatten aber immer noch das Problem, nicht wirklich gutes Audio zu haben. Dann zurück in Chiang Mai kauften wir unser momentan bestes Setup. Das Smart Lav+ von Rode für 80 Euro. Dieses Lavalier kann man einfach an sein IPhone stecken und kann damit seine Tonspur aufzeichnen. Einfach an Hemd oder Kragen befestigen und los geht’s.

Wir kauften aber noch den Adapter SC 3 für 15 Euro, damit wir es an das Zoom H1 anschliessen konnten. Wir haben dieses Gerät ebenfalls im selben Geschäft für 80 Euro erworben.

Diese Kombination ist wirklich toll und die Audio Aufnahmen sind wirklich sehr gut.

Solltet ihr in Chiang Mai sein und nach guten Audio suchen, dann empfehle ich euch das Geschäft Maximum Sounds.

Das war soweit das meiste von unserem Equipment und wir schauen immer wieder nach Alternativen die wir uns leisten können.

Wenn man bedenkt das wir die Sony Kamera jeden Tag benutzen. Egal ob für Videografie oder Fotografie, wir hatten bis zum heutigen Tage noch kein einziges Problem.

Hoffen wir das es so bleibt:)

 

Sollten ihr fragen haben, dann schreibt mir ein Kommentar oder schickt mir eine Email!

Wir haben natürlich auch zwei Videos über unser Equipment. Also viel Spass beim schauen!!!!

PART 1

PART 2

 

▫ DISCLAIMER: ▫

This description contains affiliate links, which means that if you click on one of the product links, we’ll receive a small commission. This help supports the channel and allows us to continue to make videos like this. Thank you for the support!

 

 

Your Next Cook Book Cover

SIGN UP AND GET YOUR NEXT COOK BOOK FOR FREE!

Sign up now for our monthly newsletter and get access to delicious recipes from around the world!

FOLLOW US…